Bielefeld, 8. April 2026: Die Gesellschafter der OstWestfalenLippe GmbH haben die Geschäftsführung neu geregelt. Mit sofortiger Wirkung übernehmen Wolfgang Marquardt und Markus Backes die Leitung der OWL GmbH. Zuvor hatten sich die Gesellschafter und der bisherige Geschäftsführer Björn Böker darauf verständigt, die Zusammenarbeit zu beenden.
Wolfgang Marquardt (53) arbeitet seit 23 Jahren bei der OWL GmbH und war bereits Prokurist der Gesellschaft. In der Geschäftsführung ist er verantwortlich für die wirtschaftsorientierte Regionalentwicklung mit den Themenschwerpunkten Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie Arbeitsmarkt und Bildung mit der Regionalagentur OWL und dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf.
Markus Backes (48), ebenfalls bisher Prokurist, gehört der OWL GmbH seit 2008 an. Er übernimmt die Zuständigkeit für die Bereiche Tourismus, Kultur und Freizeit mit dem Teutoburger Wald Tourismus und dem OWL Kulturbüro.
Der Wechsel in der Geschäftsführung erfolgt, da keine Einigung über die Verlängerung des Geschäftsführervertrages mit Björn Böker erzielt werden konnte, was die Gesellschafter bedauern.
„Björn Böker hat einen wichtigen Beitrag zur Neuausrichtung der OWL GmbH geleistet. Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, erläutert Jörg Timmermann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Geschäftsführer von Kraft Maschinenbau.
„Mit Wolfgang Marquardt und Markus Backes haben wir ein erfahrenes Führungsteam, das sowohl über ein umfangreiches Fachwissen als auch eine gute Vernetzung und hohe Akzeptanz in der Region verfügt. Damit haben wir optimale Voraussetzungen, mit neuen Impulsen die Wettbewerbsfähigkeit der Region in Wirtschaft und Verwaltung zu stärken,“ ergänzt Landrat Christoph Rüther, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.
OstWestfalenLippe GmbH
Wolfgang Marquardt
0521 96733-220
w.marquardtnoSpam@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führenden Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, werden Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie konsequent zusammen gedacht.
Am 18. März 2026 traf sich der Arbeitskreis „Vernetzte Bildungsräume OWL“ bei der OWL GmbH in Bielefeld. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um die berufliche Weiterbildung sowie die stärkere Vernetzung regionaler Akteure.
Ein zentrales Thema war die Vorstellung und Diskussion mit Akteuren der Weiterbildung aus OWL des nationalen Weiterbildungsportals „mein NOW“ durch die Bundesagentur für Arbeit. Das Portal bündelt Informationen zu Berufen, Weiterbildungsangeboten, Fördermöglichkeiten und Beratungsstellen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Ergänzend wurde der neue Fördercheck vorgestellt, der insbesondere Unternehmen eine erste Orientierung zu Qualifizierungsangeboten bietet.
Darüber hinaus berichtete das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zum Stand der Initiative „Vernetzte Bildungsräume“. Für OWL wurde insbesondere die Chance betont, die regionale Sichtbarkeit – etwa im Bereich Beratung – weiter auszubauen.
Ein weiterer Fokus lag auf der Planung der Weiterbildungsveranstaltung „Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL“, die am 14. September 2026 in Bielefeld stattfinden wird.
Der Austausch machte deutlich: Die enge Zusammenarbeit der regionalen Akteure bleibt ein zentraler Baustein, um Weiterbildung in Ostwestfalen-Lippe zukunftsfähig zu gestalten.
Im InnovationSPIN in Lemgo hat Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling die Förderbescheide für das Projekt KIT.OWL an Prof. Dr. Jürgen Jasperneite (Fraunhofer IOSB-INA), Björn Böker (OWL GmbH), Nissrin Heymann (Fraunhofer IOSB-INA) und Verena Dondorf (Fraunhofer IEM) überreicht.
Lemgo / Ostwestfalen-Lippe, 27. März 2026. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den industriellen Mittelstand sind anspruchsvoller geworden: Steigende Kosten, internationale Konkurrenz und der rasante technologische Wandel setzen viele Unternehmen unter Druck. Gleichzeitig eröffnen digitale Technologien neue Chancen. Um diese Potenziale gezielt für die Region zu nutzen, geht jetzt das Projekt „KIT.OWL – Transferoffensive Künstliche Intelligenz für KMU in Ostwestfalen-Lippe“ an den Start. Am Freitag übergab Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling in Lemgo den offiziellen Förderbescheid an die Projektpartner OstWestfalenLippe GmbH, Fraunhofer IEM und Fraunhofer IOSB-INA. Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen und so die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft langfristig zu stärken. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren, wird aus Mitteln des NRW-Wirtschaftsministerium gefördert und von der Europäischen Union kofinanziert. Die Fördersumme beträgt 1,2 Millionen Euro.
„Unsere Region ist geprägt von einem starken industriellen Mittelstand. Damit diese Unternehmen auch künftig erfolgreich im globalen Wettbewerb bestehen können, müssen neue Technologien schneller in die Praxis gelangen“, sagt Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Mit KIT.OWL bündeln wir die Kompetenzen aus Forschung, Wirtschaft und Regionalentwicklung, um KI für Unternehmen konkret nutzbar zu machen und die Transformation unserer Kernbranchen aktiv zu unterstützen. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir ein klares Signal: Ostwestfalen-Lippe ist bereit für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz.“
Mit dem Projekt setzt das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms gezielt Impulse für den Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft. „Ostwestfalen-Lippe verfügt seit Jahrzehnten über eine hohe Technologiekompetenz. KIT.OWL bringt die Künstliche Intelligenz in die Breite der regionalen Wirtschaft und intensiviert die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft“, betont Anna Katharina Bölling, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold. „Gerne fördern die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen dieses zukunftsorientierte Projekt.“

Neue Projekte für die Region: Gemeinsam mit KIT.OWL hat Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling noch drei weiteren Projekten von insgesamt elf Organisationen Förderbescheide übergeben. Sie alle eint ein starker Fokus auf die Region Ostwestfalen-Lippe und die Zukunft von Wirtschaft und Industrie. (Foto: OWL GmbH)
Im Mittelpunkt des Projekts steht der systematische Transfer von KI-Know-how aus der Forschung in den industriellen Mittelstand. Während größere Firmen häufig bereits Künstliche Intelligenz einsetzen, bräuchten kleine und mittlere Betriebe angesichts knapper Ressourcen und fehlenden Know-hows Unterstützung. Genau hier soll das Projekt ansetzen, Wissen passgenau zur Verfügung stellen, Testumgebungen und Reallabore anbieten, branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch und Qualifizierungen ermöglichen. So sollen KI-Anwendungen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern in verschiedenen Unternehmensbereichen zeit- und kosteneffizient umsetzbar werden – von der Analyse von Energie- und Produktionsdaten bis zu neuen digitalen Assistenzsystemen.
Weitere Informationen zum Projekt KIT.OWL finden Sie unter www.ostwestfalenlippe.de.
OstWestfalenLippe GmbH
Ayse Acikel
0521 967 331 60
a.acikelnoSpam@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Die OstWestfalenLippe GmbH ist die Agentur für innovative Regionalentwicklung der Stadt Bielefeld, der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Wir treten dafür an, dass die Region OWL zur stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands wird. Dabei konzentrieren wir uns mit dem Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf die Fokusfelder „Nachhaltigkeitstransformation”, „Arbeitskräftesicherung & Bildung” sowie „Regionalmarketing & Strategie”.
OWL macht sich klimafest: Mit einem Kick-off am Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo ist das Projekt „Klimaresiliente Region OWL“ in die Umsetzung gestartet. Fast 40 Vertreter:innen aus Kommunen, Kreisen, Wissenschaft und Regionalentwicklung kamen zusammen, um die nächsten Schritte für eine systematische Klimaanpassung in Ostwestfalen-Lippe zu diskutieren. Das Projekt adressiert eine zentrale Herausforderung: Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hitzeperioden und Trockenheit stellen Kommunen zunehmend vor konkrete Handlungsbedarfe. Ziel ist es, die Region systematisch widerstandsfähiger gegenüber diesen Risiken zu machen und Klimaanpassung als gemeinsame Aufgabe zu verankern. Durchgeführt wird das Vorhaben von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit der Technischen Hochschule OWL, dem Fraunhofer IOSB-INA und der Fachhochschule des Mittelstands. Darüber hinaus sind alle Kreise der Region, die Stadt Bielefeld sowie zwölf weitere Kommunen beteiligt. Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert.
Zum Auftakt standen ein Gesamtüberblick über das Projekt, die geplanten Arbeitspakete sowie die Jahresplanung im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf wurden zentrale Bausteine wie der Klimaspeicher, die Bestands- und Bedarfsanalyse sowie Ansätze für Zusammenarbeit und Aktivierung vorgestellt. In einem interaktiven World Café diskutierten die Teilnehmenden konkrete Fragestellungen – von Datenintegration und Anwendungsfeldern des Klimaspeichers bis hin zu Wirkungsmessung und gemeinsamer Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.

Digitale Technologien nutzen, Kooperation intensivieren, fundierte Entscheidungen ermöglichen: Zu diesem Zweck bündeln OstWestfalenLippe GmbH, Fachhochschule des Mittelstands, Technische Hochschule OWL und Fraunhofer IOSB-INA ihre Kräfte. (Foto: OWL GmbH)
Im Zentrum steht ein datenbasierter Ansatz: Auf Grundlage einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse entsteht ein regionales Lagebild zur Klimaresilienz. Es zeigt, wo bereits wirksame Strukturen bestehen, wo besondere Verwundbarkeiten liegen und wo Maßnahmen priorisiert werden sollten. Ergänzt wird dies durch ein strategisches Raumbild, das Präventionspotenziale, Schutzbedarfe und Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit sichtbar macht.
Kern des Projekts ist der Aufbau eines digitalen Klimaspeichers. Dieses Informations- und Planungswerkzeug vernetzt Daten, bündelt Erfahrungen aus Kommunen und macht sie für konkrete Entscheidungen nutzbar. Eine Kombination aus Datenbank, KI-gestütztem Dialogsystem und Visualisierungstools ermöglicht es, Maßnahmen über kommunale Grenzen hinweg zu bewerten, Investitionen fundiert vorzubereiten und die Umsetzung zu beschleunigen. Bestehende Geodateninfrastrukturen werden dabei gezielt eingebunden, um vorhandene Systeme effizient weiterzuentwickeln.

Beim Kick-off des Projektes "Klimaresiliente Region OWL" stand der Austausch mit den Kreisen und Kommunen im Vordergrund. (Foto: OWL GmbH)
Neben der technischen Infrastruktur steht die Zusammenarbeit im Fokus. Neue Austauschformate, Piloträume und Kooperationsmodelle sollen dazu beitragen, Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure stärker zu vernetzen und Klimaanpassung gemeinsam voranzutreiben.
Das Projekt ist zugleich ein wichtiger Baustein des Masterplans Green.OWL und zahlt auf das Ziel ein, die nachhaltige Transformation der Region aktiv zu gestalten. Der Anspruch ist klar: Klimarisiken frühzeitig erkennen, Maßnahmen strategisch bündeln und Ostwestfalen-Lippe Schritt für Schritt resilienter machen – gemeinsam, datenbasiert und umsetzungsorientiert.
Weitere Informationen finden Sie unter hier.
Kreise: Kreis Herford, Kreis Höxter, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, Kreis Gütersloh
Kommunen: Stadt Bielefeld, Stadt Bad Salzuflen, Stadt Halle, Stadt Lage, Stadt Schloß-Holte Stukenbrock, Stadt Vlotho, Stadt Werther, Gemeinde Hövelhof, Gemeinde Kalletal, Gemeinde Leopoldshöhe, Gemeine Schlangen, Gemeinde Steinhagen, Gemeinde Dörentrup
Familienfreundlichkeit beginnt mit Haltung und lebt vom Austausch.
Mit der Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Herford“ standen die Themen Kinderbetreuung und Pflege im Vordergrund. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen der Region nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, auszutauschen und neue Perspektiven auf familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu gewinnen.
Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der Interkommunalen Kreiswirtschaftsförderung Herford und der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises sowie des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL. Diese Konstellation war auch maßgeblich involviert im sechsten Durchlauf der Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Herford“. Ihr gemeinsames Ziel: Unternehmen nicht nur auszuzeichnen, sondern sie miteinander ins Gespräch zu bringen. Denn familienfreundliche Maßnahmen entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn Erfahrungen geteilt, Ideen weitergedacht und Lösungen gemeinsam entwickelt werden.
Auch Landrat Mirco Schmidt, der die Schirmherrschaft übernommen hat, machte in seiner Begrüßung deutlich, welche Bedeutung das Thema für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hat. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen seien längst mehr als ein „Nice-to-have“: Sie stärken die Zufriedenheit von Mitarbeitenden, fördern die Bindung ans Unternehmen und Sichern wertvolles Know-how. Sein Appell an die Teilnehmenden: die Chance des Netzwerks aktiv zu nutzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.
Dass dieses Angebot auf großes Interesse stößt, zeigte die Zusammensetzung der Teilnehmenden: Neben bereits zertifizierten Unternehmen waren auch viele Betriebe dabei, die sich neu mit dem Thema beschäftigen. Eine Entwicklung, die zeigt, wie relevant Fragen rund um Vereinbarkeit, Pflege und Kinderbetreuung inzwischen für Unternehmen geworden sind.
Die Veranstaltung selbst setzte genau hier an: Statt reiner Information standen konkrete Einblicke in die Praxis im Mittelpunkt. Wie kann Kinderbetreuung im Arbeitsalltag mitgedacht werden? Welche Lösungen gibt es, wenn Mitarbeitende Angehörige pflegen? Und welche kleinen Veränderungen können bereits eine große Wirkung entfalten? Diese und Weitere Fragen beantworteten Yannick Schmidt und Kerstin Falk (Kreisklinikum Herford und Bünde AöR), Laura Hämmerling (AVANCO GmbH, INOMETA GmbH) und Inken König (Pflegeberaterin Stützpunkt Kreis Herford).
Neben fachlichem Input zu regionalen Unterstützungsangeboten bot vor allem der persönliche Austausch einen großen Mehrwert. Im anschließenden Get-together entstanden neue Kontakte, Ideen wurden weitergedacht und erste Ansätze für die eigene betriebliche Praxis diskutiert.
Zum Abschluss wurde noch einmal deutlich: Familienfreundlichkeit ist keine einzelne Maßnahme, sondern ein fortlaufender Prozess. Es geht darum, Arbeitsbedingungen bewusst zu gestalten, auf die Lebensrealitäten von Mitarbeitenden einzugehen und Schritt für Schritt passende Lösungen zu entwickeln.

(v-l-n.r.) Kim Lasche, OstwestfalenLippe GmbH, Kompetenzzentrum Frau & Beruf | Interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Sonja Hauptmann Gleichstellungsbeauftragte Kreis Herfod Lina Klostermeyer Landrat Mirco Schmidt,
Vom 23. Februar bis zum 6. März 2026 fand die sechste Gründerinnenakademie OWL in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank in Bielefeld statt. Zwei Wochen lang arbeiteten 17 Gründerinnen und Jungunternehmerinnen aus ganz Ostwestfalen-Lippe intensiv an ihren Geschäftsideen. Organisiert, begleitet und moderiert wurde die Akademie von Kim Lasche.
Das tägliche Programm von 9 bis 16 Uhr bot den Teilnehmerinnen eine praxisnahe Einführung in zentrale Themen der Existenzgründung. Auf dem Plan standen unter anderem Geschäftsmodellentwicklung, Finanzierung, Kundengewinnung, Social-Media-Marketing und die Vorbereitung eines überzeugenden Elevator Pitches. Auch der Aufbau eines gesunden und nachhaltigen Unternehmens spielte eine wichtige Rolle.
Die Geschäftsideen der Teilnehmerinnen spiegelten die große Vielfalt unter Gründerinnen wider. Sie reichten von Coaching- und Beratungsangeboten, sozialpädagogischer Familienhilfe und Gesundheitsangeboten bis hin zu Projekten aus der Kreativwirtschaft, Social Media und Storytelling. Auch innovative Konzepte rund um Künstliche Intelligenz, Organisationsentwicklung sowie kreative Workshop- und Eventformate waren vertreten.
Besonders wertvoll war der Austausch innerhalb der Gruppe. In Präsentationsrunden stellten die Teilnehmerinnen ihre Ideen vor, erhielten Feedback und entwickelten ihre Konzepte weiter. Gleichzeitig entstanden neue Kontakte und ein unterstützendes Netzwerk.
Unterstützt wurden die Gründerinnen von erfahrenen Referentinnen und Referenten aus der Region sowie verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern, die ihr Fachwissen in die Akademie einbrachten.
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen waren durchweg positiv. „So eine hilfreiche und intensive Weiterbildung habe ich noch nie gemacht“, berichtet Teilnehmerin Mimi.
Mit neuen Impulsen, erweitertem Wissen und vielen Kontakten gehen die Teilnehmerinnen nun die nächsten Schritte auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

Mit der „Gemeinsamen Initiative zur Stärkung der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt Nordrhein-Westfalens“ unterstützt das Arbeitsministerium gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung als Mitarbeitende zu gewinnen. Die G.I.B. GmbH hat dazu eine Online-Veranstaltungsreihe aufgelegt. Sie bietet kompakte, praxisnahe und hilfreiche Informationen zu Fördermöglichkeiten, rechtlichen Grundlagen und Beratungsangeboten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern erhalten im direkten Austausch mit erfahrenen Expertinnen und Experten unkomplizierte und praxisnahe Unterstützung. Termine und weitere Informationen finden Sie hier.
Zum Batterien aufladen, Mut stärken und Vernetzen empfingen wir am 29. Januar 2026 Kulturakteur*innen aus ganz OWL im Weserrenaissance-Museum auf Schloss Brake zur 18. OWL Kulturkonferenz „Power! Vol. 1“.
Mit den ersten kraftvollen Statements „Kooperation / Möglich-machen / Synergien schaffen“ für das kollektive Kunstwerk POWER TOWER eröffneten Anna Katharina Bölling (Präsidentin des Regierungsbezirks Detmold), Jörg Düning-Gast (Vorstand Landesverband Lippe) und Björn Böker (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH) die Kulturkonferenz in einem feierlichen Auftakt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Birgit Neyer (Erste Landesrätin und Kämmerin des LWL, Vorstandsmitglied Verwaltung für Demokratie e.V.) und Heike Herold (LAG Soziokultureller Zentren NRW e.V.; stellv. Vorsitzende Kulturrat NRW) für ihre bereichernden Impulse beim POWER TALK. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie sich trotz Krisen und Kürzungen Kraft finden lässt und wie Kulturschaffende in Zeiten antidemokratischer Entwicklungen Haltung zeigen können.
Nicht zuletzt gebührt unser Dank den aktiven Teilnehmenden, die in den Laboratorien – ausgehend von realen Bedarfen des Kulturbetriebs – vielfältige neue Ideen Vorschläge und Entwürfe erarbeitet haben, mit denen wir gemeinsam die folgende 19. OWL Kulturkonferenz „Power! Vol. 2“ im Sommer 2026 gestalten werden!
Der am Ende des Tages vollendete POWER TOWER im Schlossfoyer machte als Sinnbild für die Kraft der Zusammenarbeit die Stimmen aller Konferenzbesuchenden sichtbar. Die dort formulierten Wünsche nach einem gemeinsam gestalteten Kulturbetrieb wirken über die Veranstaltung hinaus: getragen durch „Haltung / Vernetzung / Freiheit / Herzblut / Bildung – und Wertschätzung.“
Hier geht es zur Pressemitteilung der OstWestfalenLippe GmbH.
Die 18. OWL Kulturkonferenz findet in Kooperation mit dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake sowie dem Landesverband Lippe statt und wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Regionalen Kultur Programms NRW und unterstützt von der Hillgraf GmbH, Detmold.
Fotos: © Nicole Keller
Weiterbildung ist für Beschäftigte wichtig, um den Arbeitsplatz in einer sich wandelnden Wirtschaft zu sichern, Karrierechancen zu steigern und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Mit dem Bildungsscheck 2.0 ab dem 01.02.2026 gewährt das Land Nordrhein-Westfalen durch Mittel der Europäischen Union einen Zuschuss zu den Ausgaben für die berufliche Weiterbildung. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Der Fachkräftemangel ist bereits heute für viele Unternehmen spürbar und wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Umso wichtiger ist es, das Potenzial weiblicher Fachkräfte gezielt in den Blick zu nehmen. Im Seminar „Mehr Perspektiven, mehr Kompetenz – Erfolgreiche Rekrutierung weiblicher Beschäftigte“ am 27.01.206 gab Verena Arps-Roelle rund 40 Personalverantwortlichen und Führungskräften wertvolle Einblicke in die Umsetzung von gendersensiblem Recruiting und zeigte, wie Unternehmen dadurch ihre Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern können.
Zu Beginn machte sie deutlich, dass viele Unternehmen das Thema umtreibt – oft begleitet von Unsicherheiten. Gendersensibles Recruiting sei dabei kein „Extra“, sondern die konsequente Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Authentizität spiele eine zentrale Rolle: Nur wer glaubwürdig kommuniziert und handelt, ziehe passende Bewerbende an und binde sie langfristig. Studien und Praxisbeispiele zeigen: Gendersensibles Recruiting führt zu mehr Bewerbungen, mehr Innovation und mehr Erfolg, wird bislang jedoch noch zu selten umgesetzt.
Anhand konkreter Beispiele analysierte die Referentin Bildsprache, Sprache und Prozesse im Recruiting. Bilder und Texte senden klare Signale darüber, wer willkommen ist und wer nicht. Frauen benötigen dabei keine Sonderrolle, sondern möchten ernst genommen, gesehen und in ihren Bedürfnissen anerkannt werden. Auch unbewusste Denkmuster („Unconscious Bias“) in Anzeigen, Auswahlverfahren und Abläufen gilt es zu reflektieren.
Im Fokus standen zudem konkrete Handlungsansätze für kleine und mittlere Unternehmen: transparente Angaben zu Gehalt, Arbeitszeitmodellen und Homeoffice, inklusive Bild- und Sprachgestaltung, eine positive Onboarding-Erfahrung sowie faire und strukturierte Auswahlprozesse. Besonders betont wurde, dass Authentizität ein echter Wettbewerbsvorteil ist und dass es nicht um Perfektion, sondern um das bewusste „Sich-auf-den-Weg-Machen“ geht.
Zum Abschluss stellte Verena Arps-Roelle praxisnahe Quick-Wins vor, mit denen Unternehmen direkt starten können: Von der Überarbeitung bestehender Stellenanzeigen über standardisierte Interviews bis hin zu verbindlichen, wertschätzenden Zu- und Absagen. Unterstützt wurden die Teilnehmenden durch Checklisten und Handouts, die zur Reflexion des eigenen Recruitings einladen und den Transfer in die Praxis erleichtern.
Es folgte eine Diskussionsrunde, in welcher Teilnehmende Fragen stellen und von eigenen Erfahrungen berichten konnten.

Referentin: (links) Verena Arps-Roelle, Aktivistin gegen sexualisierte Gewalt und Workshopmoderatorin der act & protect® Academy
Kim Lasche, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf